Spanien ...

Spanien ist und bleibt unbestritten das Land, das die meisten Deutschen anzieht. Dies hängt damit zusammen, dass die meisten Interessenten Sonne, Strand und Meer suchen, dies in Spanien auch finden, und gleichzeitig ein breites Immobilienangebot mit einem für Deutsche akzeptablen Preisniveau, das für fast jeden Kaufinteressenten etwas zu bieten hat, existiert. Außerdem ist die Verkehrsinfrastruktur (Flugmöglichkeiten) so gut ausgebaut, dass auf den größeren Inseln und auch auf dem Festland Kurzurlaube möglich sind, die schnelle Erreichbarkeit ist also gewährleistet. Dieses Land, das einem weiten Publikum durch seine phantastischen Strände und jede Menge Sonnenschein, durch Flamenco-Musik und Stierkämpfe, bekannt ist, hat in Wirklichkeit viel mehr zu bieten. Spanien ist - und war seit Jahrtausenden - eines der kulturellen Zentren Europas. Es gibt monumentale Städte zu bewundern, mit uralten Denkmälern ebenso wie mit futuristischer Architektur, und Landstriche, die völlig unterschiedlich voneinander sind, geographisch, klimatisch, ja sogar in ihrer Persönlichkeit. Spanien nimmt etwa 80% der iberischen Halbinsel im Südwesten Europas ein (die restlichen 20% belegt Portugal). Im Norden grenzt Spanien an Frankreich und Andorra, die Pyrenäen bilden die natürliche Grenze. Die im Mittelmeer gelegenen Inseln Mallorca, Ibiza und Menorca, die Kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean, vor der Küste Marokkos, sowie die Städte Ceuta und Melilla in Nordafrika gehören weiters zum spanischen Territorium. Spanien ist das drittgrößte Land Europas bezüglich Fläche und das fünftgrößte bezüglich Einwohnerzahl. Fünf große Bergketten durchziehen Spanien, etwa 50% des Landes liegen auf einem Hochplateau. Die Landschaftsbilder sind äußerst unterschiedlich, teils trocken und beinahe wüstenähnlich, teils grün und fruchtbar. Dazu kommen die langen Küstenabschnitte, im Osten am Mittelmeer, von den Pyrenäen bis Gibraltar, im Westen mit dem Atlantik (der Großteil der Atlantikküste der iberischen Halbinsel wird jedoch von Portugal eingenommen) sowie mit dem Kantabrischen Meer. Die bekanntesten unter den volkstümlichen Bräuchen Spaniens sind sicherlich Flamenco und Stierkampf. Letzteren findet man tatsächlich im ganzen Land, das herausragende Ereignis ist wohl das Fest der Sanfermines in Pamplona, wenn die Stiere durch die abgesperrten Straßen der Stadt getrieben werden. Flamenco auf der anderen Seite ist die Musik-Tradition im Süden des Landes, insbesondere in Andalusien. Dort bekommt man erstklassigen Tanz und virtuoses Gitarren-Spiel geboten. Spaniens Klima wird durch die Westwinde des Nordatlantiks, durch die Höhenunterschiede und die gelegentlich trockene Warmluft aus der Sahara bestimmt. Die Nordregion, die sich von Galicien bis zu den westlichen Pyrenäen erstreckt, hat ein feuchtes, maritimes Klima. Die Winter sind mild und die Sommer relativ kühl. In der zentralen Zone herrscht ein Kontinentalklima mit sehr kalten Wintern und extrem heißen Sommern. Es regnet nur sporadisch. An der Ost- und der Südküste ist das Klima mediterran mit milden Wintern und warmen, trockenen Sommern. An der Costa del Sol fallen die geringsten Niederschläge. Im feuchten Norden wachsen vorwiegend Laubwälder, im Süden Nadelwälder. Teile der Südküste weisen eine subtropische Vegetation auf. Nach vielen Jahrhunderten intensiver landwirtschaftlicher Nutzung verwandelten sich große Teile der Meseta in karges Land, bewachsen mit dornigem Gestrüpp, vereinzelten Bäumen und aromatischen Sträuchern. Den trockenen Südosten bedecken Grassteppen. Da Spanien vom übrigen Europa durch die Pyrenäen und das Mittelmeer getrennt ist, überlebten eine Vielzahl einheimischer Tiere und Reptilien, die in Europa bereits ausgestorben sind. Dazu kommen typisch afrikanische Tierarten wie beispielsweise die Ginsterkatze. Spanien liegt an einer großen Vogelfluglinie zwischen Europa und Afrika. Grundlage für das Wachsen der spanischen Wirtschaft sind das anhaltend positive Klima bei Unternehmen und Konsumenten sowie die wirtschaftspolitischen Leitlinien der Regierungserklärung. Die private Nachfrage wird bei weiter sinkender Steuerbelastung und anhaltendem Rückgang der Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau verbleiben. Spanien ist ein an historischen Kulturschätzen ausgesprochen reiches Land. Von steinzeitlichen Höhlenmalereien über Zeugnisse der keltischen, phönizischen und römischen Epoche, der maurischen Periode und dem Mittelalter bis zu den Kunstschätzen der Neuzeit sind alle Elemente vorhanden, die das Land zu einem Anziehungspunkt für den kulturhistorisch interessierten Besucher machen.

Nicht weniger reichhaltig und lebendig ist die aktuelle Kunst- und Kulturszene. Dies gilt nicht nur für die Metropolen Madrid und Barcelona, sondern zunehmend auch für die übrigen Regionen. Die nach dem Ende der Franco-Zeit einsetzende Öffnung Spaniens hat sehr schnell zu einer Internationalisierung gerade auch des Kulturlebens geführt. Dreimal bereits wurden spanische Städte als Kulturhauptstadt Europas ausgewählt.